Brandshof bleibt!
interessengemeinschaft

Ja, wir wohnen hier!

26.01.2010 - 16:20 von Redaktion

In den Häusern Brandshofer Deich 64/66 lebt eine bunte Truppe, die neben dem nötigen Gelderwerb auch mannigfach künstlerischen Tätigkeiten nachgeht. Darunter fallen Comics zeichnen, tätowieren, Musik machen, Theaterstücke, Filme produzieren und Photographie.

Entgegen der künstlerischen "Hochkultur" haben wir uns - bis auf Vincent - dazu entschlossen, nicht ausschließlich von unserer Kunst leben zu wollen. Das sichert uns die Unabhängigkeit, die kommerziellen Künstlern verwehrt bleibt. In einem Umfeld, wo die Mieten noch günstig sind und es aufgrund der abseitigen Lage auch mal etwas lauter werden darf, können wir uns frei entfalten.

Damit sich der Besucher unserer Website mal ein Bild von uns machen kann, hier ein Portrait von uns:

Vincent B.


Comiczeichner, Tätowierer und Musiker





Hauke Z.

Freelancer und leidenschaftlicher Musiker, der auch gerne mal malt (siehe Hintergrund).



Michi M. mit Nachwuchs



Ozeanographin und Mutter

Felix G.


Regisseur (Filme, Theater), Programmierer



Stanislaw Viktor H.


Hund von Felix und Tunichtgut



Günny F.


Motorradfan, Katzenliebhaber



Julia W.


Kunstgeschichtsstudentin.
Mag Architektur, Mode und alte Möbel





Mia Maria S..

Medizinstudentin, Hundesitterin. Vincents Verlobte.
Fotografiert sehr gern und viel, wie man auf der Webseite sieht.




Eckard L.

Musiker und arbeitslos



Hannelore B.

Putzfrau



Lolita G.

Autorin und Musikerin



Kommentare

Arnulf Haubold am 11.09.2012 - 17:57 Uhr
Zum WOHNEN und Arbeiten darf er derzeit doch gar nicht das schöne alte Eckhaus anbieten - das ist nur als Gewerbefläche ausgewiesen.

Liebe Grüße an den ollen Günni von dem Langen aus der 33.... der jetzt leider nicht mehr dort woht.:-(

Marc vom Brandshofer Deich 33 am 15.09.2010 - 13:31 Uhr
ey yo, meine Erfahrung mit Kretschmer ist, dass er sich interessiert gibt, um dann doch sein eigenes Ding zu drehen.

Ich habe ihn gefragt, ob ich einen 8m² Schuppen auf seinem Gelände auf eigene Kosten nutzbar machen darf, um diesen dann zu mieten. Ich suchte einen Ort, um meine italienische Moto Guzzi S3 Bj. '76 im Winter abstellen zu können. Er gibt sich immer verständnisvoll und kulturnah. Sein Vater wäre auch Motorradfahrer gewesen. Der Kuhhandel sollte so laufen, dass er nur zustimmt, wenn ich im Ergebnis Günni F. dazu bewege seine Wohnung am Brandhofer Deich 64/66 wegen "Kernsanierungsmaßnahmen" zu wechseln!

Kretschmers eigentliches Ziel scheint die Maximierung seines eingesetzten Kapitals und er braucht davon viel - um bei seinen Plänen handlungsfähig zu bleiben. Da kann die Bank schon mal sagen "Hey wie hoch sind denn die Mieteinnahmen? Oh, da ist ja noch Potenzial!"

Und hier beginnt die Rechnung, seine Berechenbarkeit: Nach aussen (Public Relations & Image) bietet er Künstlern Raum - tatsächlich ist er ein Kapitalist, der versteckt seine Mieter observiert und diese Minderheiten verfolgt und bedrängt mit dem Ziel diese zu verdrängen, um in letzter Instanz höhere Einnahmen für seine Immobilien zu erzielen.

Das Prinzip zur Stadteilentwicklung/Objektentwickung ist alt: Fhain in Berlin, Prenzlberg, etc: Erst die billigen Mieten schaffen in einem unsanierten (wertgeringem) Raum Grundlagen für kreative Visionen, coole Konzepte, Galerien, Cafes, neuartige Läden, außergewöhnliche Produkte. Mit der Zeit entwickelt sich eine Avantgarde, die Publikum und Geld anzieht. Das ist der Treiber auf den auch Kretschmer setzt: Steigt die Nachfrage in dieser Gegend, dann steigen auch die Preise. Das Mietverhältnis mit den Prototypen einer besseren Welt wird strittig beendet, der Raum wird endlich frei für höhere Mietzinsen - alles schön. Was folgt sieht man heute am Prenzlberg: Die Mieten sind unerschwinglich. Die Touristen kommen und lassen dort ihr Geld, aber die junge Avantgarde, die jungen Künstler und echten Idealisten sind aus dem ZEntrum verdrängt worden, sind weitergezogen, denn Berlin hat ja noch Spielraum - Hamburg weniger. Und ohne freien Spielraum wird es keinen Platz für unsere Kinder geben sich als Vertreter einer zukünftigen Gesellschaft gesund zu entwickeln - mit allen Konsequenzen...

Drum: Kretschmer fördert keine Künstler. Das ist schlichtweg falsch. Er möchte vielleicht dieses Image behalten und unter diesem Deckmantel weiter Mitstreiter werben, um versteckt seine Ziele zu verfolgen. Tatsächlich sind jedoch die Menschen, die Kretsmers Spekulationsobjekten den eigentlichen Touch von Kulturszene geben für diesen Kapitalisten Parasiten, die ihn daran hindern seine wirtschaftlichen Ziele zu erreichen. Schizophrenie oder Methode?

Naja, Vertreibung hatten wir in unserer Vergangenheit ja schon mal. Kretschmer macht es subtiler. Charakterlich nicht wirklich sauber dieser Mensch. :-(

sirko am 23.06.2010 - 15:19 Uhr
Hier auch noch mal ein Versuch: Wir sind eine Gruppe von Studenten der Uni Hamburg und untersuchen im Rahmen eines Forschungsseminars Webseiten von Hamburger Initiativen, die sich mit dem Thema Gentrifizierung auseinander setzen. Deshalb würden wir uns gerne mit euch unterhalten. Wäre Klasse, wenn ihr euch mit uns in Verbindung setzen könntet. st3000(at)gmail.com

Vielen Dank und beste Grüße
Sirko

A. am 29.05.2010 - 15:54 Uhr
Eigenartig.

Seid ihr nicht die Zielgruppe, die Herr Kretschmer sich wünscht?
Künster rausekeln um neue vermögendere Künster einziehen zu lassen?
Das hätte dann aber nichts mehr Wohltäterei zu tun, sondern eher mit Abzocke der armen Kreativen. Welcher Mensch, der von der Kunst lebt, kann sich schon überteuerten Wohnraum leisten?!


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